Geschrieben von Maik
06.05.2018, 23:29 Uhr


Die Spatzen pfiffen es ja schon eine Weile von den Dächern. Durch den nun offiziell bekannt gewordenen Aufstiegsverzicht von Liegau-Augustusbad und Thonberg, befindet sich die Spielgemeinschaft Lomnitz/Großnaundorf II plötzlich aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Ja richtig! Zum ersten Mal nach 14 Jahren könnte eine "Lomnitzer" Herrenmannschaft wieder einen Aufstieg in die die Kreisliga feiern! Hochbrisante Derbys gegen Wachau I und Ottendorf I wären plötzlich wieder auf dem Pflichtspielprogramm. Das Problem: Kaum jemanden in Lomnitz scheint dies zu interessieren. Bei den 58 Zuschauern auf dem Spielberichtsbogen hat man wahrscheinlich schon die Mannschaften und Betreuer des nachfolgenden Kreisoberliga-Spiels mitgezählt.

Doch bei all den Zukunftsgedanken stand heute erstmal wieder trister Kreisklasse-Alltag auf dem Programm. Gegen die 2. Mannschaft des SV Königsbrück/Laußnitz wollte die Spielgemeinschaft natürlich einen Sieg nachlegen. Doch gegen hochmotivierte Gäste wurde schnell deutlich, dass dies heute erneut kein Spaziergang wird. Die Hintermannschaft der Hausherren hatte alle Hände voll zu tun, schaffte es jedoch die ganz großen Torchancen der Gäste zu verhindern. Auf der anderen Seite sprang ebenfalls kaum Nennenswertes heraus. So war die 1:0-Führung in der 27. Minute dann doch schon etwas überraschend. Frank Zimmermann brachte seine Mannschaft mit einer verunglückten Flanke, die plötzlich im langen Eck des Tores einschlug, in Front. Mit dem knappen 1:0 ging es dann auch in die Pause.

Im 2. Durchgang brachte Trainer Andre Söhnel neben Oldie Rene Jurisch auch Torjäger Damian Deinert ins Spiel. Dies sorgte zunächst auch für deutliche Belebung im Offensivspiel der Heimmannschaft. Chancen zum 2:0, vor allem nach Ecken, waren nun einige da. Die größte hatte Robert Kay in der 50. Minute, als er mit einem satten Schuss dem Keeper der Gäste alles abverlangte. Doch es dauerte nicht lange, da war das Feuer bei der Spielgemeinschaft auch schon wieder raus. So entwickelte sich wieder, wie schon gegen Schwepnitz, ein wenig ansehnliches Spiel, bei dem man bis zum Schluss um den Sieg zittern musste. In der 75. Minute hatten die Kölauer die beste Möglichkeit, die Spielgemeinschaft für ihre fehlende Zielstrebigkeit zu bestrafen. Nach einem Eckball der Heimelf, schloss Robin Wannack einen guten Konter mit einem schönen Schuss ab, der zum Glück knapp am Tor vorbeiging. Letztendlich gelang es der Spielgemeinschaft auch diesmal, das 1:0 über die Zeit zu retten und damit den 4. Sieg im vierten Spiel in 2018 einzufahren.

Fazit: Ein glücklicher Sieg für die Hausherren, die heute zwar einen stärkeren Gegner als Schwepnitz vor der Brust hatten, aber es erneut nicht verstanden eine frühe Führung mit zielstrebigen und weniger überhasteten Konterangriffen auszubauen. Nur ein Gegentor aus den 4 Spielen spricht aber auch für die gute Organisation der Defensive. Dieser bedarf es nun zweifellos auch in den kommenden beiden Hammerduellen in Thonberg und gegen Liegau. Danach wird die Mannschaft sehen, wo sie in der Rückrunde wirklich steht.


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